FAQ

 

Für wen ist Kyusho-Jitsu interessant ?

Jeder, der das Wissen um das Kyusho-Jitsu erlernen will, kann dies auch tun. Eine Altersbeschränkung gibt es beim Kyusho-Jitsu nicht. Lediglich ein allgemein guter Gesundheitszustand ist Voraussetzung für die Ausübung. Wie jede sportliche Betätigung, belastet auch das Training des Kyusho-Jitsu den Organismus - die Nutzung der Vitalpunkte kann zudem Auswirkungen auf das Nervensystem haben. Personen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen des Herz-Kreislauf- oder Nervensystems sollten deshalb von einem Training absehen.

 

Wie lange dauert das Studium ?

In der Kyusho-Jitsu-Federation wird das Wissen im Kyusho-Jitsu durch alle Stufen sehr strukturiert vermittelt. Natürlich ist die Kenntnis um die Lage der Vitalpunkte eine der absoluten Grundvoraussetzungen für die Ausübung, macht jedoch noch lange keinen Könner, da sie nur einen geringen Bruchteil des gesamt vermittelten Wissens ausmacht.

Die eigene Auffassungsgabe und die konsequente Nutzung der Ausbildungsangebote entscheiden über die Dauer des Grundstudiums. Einsteiger brauchen so mindestens 2-3 Jahre um die Schülergrade zu durchlaufen. Ist die Stufe des 1. Dan Kyusho-Jitsu (KJF) erreicht, beginnt das eigentliche Studium. Es liegt in der Natur der Sache, dass ein solches Studium nie beendet ist.

 

Muss ich Dan-Träger sein, um mit dem Studium beginnen zu können ?

Nein. Jemand, der bereits eine Kampfkunst ausübt, hat zwar Vorteile bei der praktischen Umsetzung - je weiter er in dieser Kampfkunst fortgeschritten ist, desto größer sind diese - die theoretischen Kenntnisse sind davon jedoch nahezu unabhängig. Zudem ist es in manchen Organisationen so, dass die Graduierungen nicht Spiegelbild von Erfahrung und Können sind. So kann es sein, dass ein Blaugurt bereits über 15 Jahre regelmäßige Schulung durchlaufen und bereits viel an praktischer Erfahrung mitbringt, auf der anderen Seite aber ein 3. Dan diesen Grad bereits nach 7 Jahren erwarb und über lediglich rudimentäre praktische Erfahrung verfügt. Die Farbe des Gürtels entscheidet also nicht zwangsweise über Kennen und Können.

 

Lässt sich Kyusho-Jitsu in jede Kampfkunst integrieren ?

Unter dem Dach der Kyusho-Jitsu-Federation vereinen sich Personen aus allen Bereichen der Kampfkünste. Die japanischen Kampfkünste Karate, Judo, Ju-Jutsu und Aikido sind besonders häufig vertreten, auch das chinesische Kung-Fu, das koreanische Tae-Kwon-Do und die philippinischen Kampfkünste sind zu finden.

Angeregt durch das Studium des Kyusho-Jitsu, herrscht zwischen den einzelnen Stilen ein reger fachlicher Austausch. Die Integration des Wissens ist in jede Kampfkunst möglich.

 

Werden auch k. o. geübt ?

Für die fortgeschrittene Ausbildung ist es unumgänglich, die Wirkung der gelernten Techniken im Training zu erproben. Hierbei kommt es naturgegeben zur Beeinflussung des Partners, die sich in verschiedenen Stufen eines k. o. äußern kann. Die letzte Stufe des k. o. (Bewusstseinsverlust) wird jedoch ausschließlich von erfahrenen Instructoren praktiziert, da diese auch in der Lage sind, eine Revitalisierung durchzuführen.

 

Gibt es eine einheitliche Uniform ?

Für Schülergrade ist noch keine Uniform vorgeschrieben, die Dan-Träger haben sich jedoch auf ein einheitliches Erscheinungsbild geeinigt. In unserem Shop kann der Gi der Kyusho-Jitsu-Federation von Mitgliedern jederzeit geordert werden.

 

Funktioniert Kyusho-Jitsu in der Praxis ?

Leider ist das Internet voll von Erläuterungen und Videos so genannter Profis, die Reihen- k. o. unter Zuhilfenahme des Kyusho-Jitsu präsentieren. Dabei stehen die Partner zum Einen meist bewegungslos da und zum Anderen werden fast ausnahmslos "vorbereitete" Partner gewählt, also Personen, deren Bereitschaft k. o. zu gehen, auch erprobt ist. Dies hat natürlich nichts mit der Realität zu tun.

Wie in jeder anderen Kampfkunst benötigt man auch im Kyusho-Jitsu große Übung, exakte Stellen an einem beweglichen Ziel zu treffen. Genau hier setzt die praktische Ausbildung in der Kyusho-Jitsu-Federation an. Zu Beginn des Trainings finden statische Ziele Verwendung, für Fortgeschrittene bewegliche Ziele. Einen guten Trainingsstand und das Verständnis der Prinzipien vorausgesetzt, ist das Kyusho-Jitsu eine sehr effektive Methode, sich in der Realität zu verteidigen und wird zunehmend von Sicherheitskräften praktiziert.

 

Wie sieht die Ausbildung genau aus ?

Wir unterscheiden prinzipiell 3 Ausbildungsbereiche: 1. die Ausbildung für Einsteiger, 2. die Ausbildung für Dan-Träger und 3. die Ausbildung für Instructoren. Grundsätzlich wird mit der ersten Stufe begonnen, aber auch für Quereinsteiger aus anderen Organisationen finden wir einen Platz in unserer Gemeinschaft. Jeder Interessent meldet sich über die Formulare unter Ausbildungsstätten schriftlich für die Ausbildung an oder sendet eine entsprechende e-mail an info (at) kyusho-jitsu-federation.de. Für die Nutzung des Ausbildungsangebotes ist die Mitgliedschaft in der Kyusho-Jitsu-Federation e. V. obligatorisch.

 

Wie wird in den Prüfungen bewertet ?

Alle Prüfungen innerhalb der Kyusho-Jitsu-Federation e. V. werden nach festem Reglement durchgeführt. Die Theorie fließt dabei zu 1/3, die Praxis zu 2/3 in das Gesamtergebnis ein. Um die Prüfung zu bestehen, muss die Gesamtnote mindestens 4,0 (70%) betragen. Dabei können Minderergebnisse in Theorie oder Praxis ausgeglichen werden, insofern in einem dieser Bereiche keine Note 6,0 (50%) erzielt wurde.

 

Wie lange dauert es, bis ich einen Dan-Grad ablegen kann ?

Die Graduierung zum 1. Dan kann unter günstigen Umständen bereits nach 2-3 Jahren abgelegt werden. Da bei der Kyusho-Jitsu-Federation e. V. einer Graduierung aber ein umfangreiches Qualifikations- und Prüfungsprogramm zugrunde liegt, ist die Dauer viel mehr abhängig von der Leistungsfähigkeit des Probanden, als von der reinen Dauer seiner Zugehörigkeit zur Organisation. Handelt es sich bei dem Anwärter um einen unerfahrenen Einsteiger in die Materie der Kampfkünste, wird es aller Voraussicht nach erheblich länger dauern, einen Dan-Grad abzulegen.

 

Andere Organisationen bieten einen Dan-Grad bereits nach 1-4 Schulungen an !

Ja - und den 2. / 3. / 4. Dan nach jeweils einem weiteren Jahr der Organisationszugehörigkeit ! Jeder, für den eine "optische Graduierung" wichtig ist, kann diesen Weg wählen. Noch günstiger ist es, sich einen Schwarzgurt zu kaufen und die Urkunde selbst zu drucken.

 

" ... ich kenne einen Kyusho-Jitsu Großmeister, der kann doch bestimmt am meisten ! "

Es bleibt jedem überlassen, diese Aussage selbst zu überprüfen. Für jemanden, der gesteigerten Wert auf die Präsentation von Reihen- k. o. legt, mag es ein Maßstab des Könnens sein, die Anzahl und Intensität der gezeigten k. o. zu vergleichen, dies ist jedoch keineswegs der Weg in der Kyusho-Jitsu-Federation e. V. . Unser Hauptaugenmerk liegt in der fundierten und entmystifizierten Ausbildung unter Berücksichtigung beider Seiten: der negativen aber auch der positiven Wirkung von Aktionen.

Es ist für einen Praktiker nicht schwer aber auf jeden Fall sehr verantwortungslos, einen Trainingspartner oder Lehrgangsteilnehmer k. o. zu schlagen ohne sich um die vollständige Wiederherstellung zu kümmern. Spätestens aber bei der Anwendung aus der Bewegung, der Anwendung bei einem "nicht geneigten" Gegenüber oder gar bei der Anwendung in einer Selbstverteidigungssituation unterscheidet sich die große Riege der Showmoderatoren von den wenigen tatsächlichen Kennern der Materie.

 

Kann ich das Kyusho-Jitsu in der KJF auch in meine Selbstständigkeit integrieren ?

Die Kyusho-Jitsu-Federation e. V. (KJF) ist eine gemeinnützige Vereinigung. Dennoch gibt es die Möglichkeit, das System effektiv und auch mit der Möglichkeit der Generierung eines Einkommens in die Selbstständigkeit/ eine Organisation/ einen Verein zu integrieren.

Interessenten sprechen bitte den 1. Vorstand direkt zu diesem Thema an.